Fußwegrouting
Für ein intermodales Tür-zu-Tür-Fahrplanauskunftssystem ist das Fußgängerrouting ein integraler Bestandteil. Nur hierdurch ist es möglich, korrekte Anbindungszeiten von Adressen zu Haltestellen bei der Verbindungssuche zu berücksichtigen.
Basis des Fußgängerroutings sind navigationstaugliche GIS-Daten (z.B. NAVTEQ oder PTV). Da diese Daten in der Regel für Kfz-Navigationssysteme bzw. PKW-Routingsysteme erfasst wurden, besteht die Notwendigkeit, fehlende Fußwege wie z.B. Bahnhofsunterführungen, nachzupflegen. Hierzu können die Daten mit DIVAGeo editiert werden.
Eine Fußgängerroute wird in der Regel mit einer festen Geschwindigkeit bewertet. Wenn ein digitales Höhenmodell vorliegt, kann das EFA-System jedoch auch die Steigung beim Fußgängerrouting berücksichtigen und somit Wege bevorzugen, die nicht bergauf gehen.
So kann es beispielsweise sinnvoll sein, auf einem Hinweg eine andere Haltestelle zu benutzen als auf dem Rückweg, wenn man damit in beiden Fällen bergab laufen kann.
Ein gerouteter Fußweg kann als Karte in Form einer PDF-Datei heruntergeladen und ausgedruckt werden. Neben der visuellen Darstellung in der Karte wird auch eine textuelle Wegbeschreibung mit Abbiegeanweisungen in der PDF-Datei ausgegeben.
Enthalten die GIS-Daten ein digitales Höhenmodell, so wird zusätzlich ein Höhenprofil des Fußweges ausgegeben:
Neben diesen Fußwegen, die für die Verknüpfung des IV-Wegenetzes mit dem ÖV-Netz verantwortlich sind, muss dem Kunden auch Hilfestellung gegeben werden, wie er sich in komplexen Umsteigebauwerken zurechtfindet.
Hierzu wurde die Möglichkeit geschaffen, diese Gebäude mit DIVAGeo so zu erfassen, dass ein Indoor-Routing bis zum unterirdischen Bahnsteig möglich ist. Spezielle Kantentypen wie Rolltreppen, Rampen oder Aufzüge erlauben nebenbei, dass dieses Indoor-Routing auch behindertengerecht erfolgen kann.
Die Kartendarstellung dieser Gebäude ist eine besondere Herausforderung. Um die Orientierung zu erleichtern wechseln sich Aufsichten und Seitenansichten ab.









