Personaldisposition
Aufgaben der Personaldisposition
Die Personaldisposition umfasst folgende Hauptaufgaben:
- Verwalten des Personaldatenbestandes
- Übernahme des Solldienstplans aus der Dienstplanung
- Dienstbearbeitung (Erfassung von Sonderdiensten, Veränderung von bestehenden Diensten)
- lang-, mittel- und kurzfristige Personaleinsatzplanung
- verrechnen der Arbeitszeiten, Absenzen und Zuschläge
- Weitergabe des Dienstdaten an die Betriebleitstelle (RBL)
- Weitergabe der Daten an die Lohnabrechnung
- Verwalten des Fahrzeugdatenbestandes
- Disposition der Fahrzeugflotte
Leistungsmerkmale
Um diese Aufgaben zu erfüllen, verfügt die Personaldisposition über folgende Leistungsmerkmale:
- Frei definierbare Konten für Arbeitszeit, Urlaub, Krankheit, sonstige Fehlzeiten
- Frei definierbare Tätigkeitsarten bzw. Zuteilungsgründe
- Frei definierbare Arbeitszeitregelungen je Mitarbeiter
- Tagesscharfe grafische und tabellarische Bearbeitung von Diensten
- Arbeiten in Matrixdarstellung und in Tagesdarstellung möglich
- Planung orientiert am Turnusplan, jedoch auch turnuslose Planung möglich
- flexible Erstellung von Meldelisten und Tagesdienstplänen per Excelformatierung
- Ständige Aktualisierung der offenen Dienste und der verfügbaren Fahrer
- Vorschlagsfunktionen zur Disposition
- Prüfung der Nacht- und Wochenruhezeiten
- Fahrzeugdisposition Fahrer
Individuelle Anpassung der Personaldisposition
Die Personaldisposition ist so aufgebaut, dass individuelle Anpassungen an die Erfordernisse des Verkehrsunternehmens weitgehend über die Programmoberfläche durchgeführt werden können.
Durch dieses Programmdesign wird gewährleistet, dass die Personaldisposition ohne Programmierarbeiten angepaßt werden kann und dass Erweiterungen und/oder Veränderungen des Systems während des laufenden Betriebs auch vom Verkehrsunternehmen selbst durchgeführt werden können.
Modularer Aufbau
Folgende Erweiterungsmodule existieren derzeit für die Personaldisposition.
Turnusplan
Die Verfahren zur Dienstreihenfolge- bzw. Turnusbildung können sich je nach Ausrichtung des Unternehmens (regional/städtisch) sehr unterschiedliche gestalten.
Schematischer Turnus
- Schematische Turnusbildung auf Basis von Turnusgruppen
- Festgelegte Schichtabfolge als Grundmuster für Dienstrotation (z.B. Früh-, Mittel-, Spätdienst, Ruhetag)
- Meist tägliche Rotation der Fahrer (auch andere Rotationen möglich z.B. Wochenrotation)
- Planung basiert auf Arbeitszeitdurchschnitt der Turnusgruppen
Wunschdienstplan
Der Wunschdienstplan wird eingesetzt, um die Wünsche der Fahrer bei der Disposition stärker zu berücksichtigen.
Feststellung der Fahrerpräferenzen
Da beim Modul Wunschdienstplan die Präferenzen der Fahrer im Vordergrund stehen, müssen zunächst diese Präferenzen erfasst werden.
Es existieren:
- Tagesbezogene Präferenzen
Der Fahrer gibt auf einem Kalender an, an welchen Tagen er welchen Dienst übernehmen möchte und wie wichtig die Einhaltung des Wunsches für ihn ist. - Übergreifende Präferenzen (Fahrerprofil)
Bestimmung der Präferenz bei der Schichtlage (z.B. Frühsienst, Geteilter Dienst, Spätdienst,?)
In der Dienstabfolge kann zwischen einer blockweisen Abfolge, Vorwärts oder Rückwärtsrotation gewählt werden
Bei der Dienstabstimmung mit einem Partner oder Kollegen kann pro Partner bestimmt werden, ob gleiche Freizeit, Dienstabstimmung/Gegendienst oder Dienstabstimmung gemeinsamer Dienst gewünscht ist. Gegendienst kann z.B. bei Partnern wegen Kinderbetreuung erforderlich sein.
Festlegung der Rahmenbedingungen
- Besonderes Augenmerk wird auf Feiertage gelegt, da dort viele gerne freihaben wollen, z.B. an Weihnachten.
- Es wird langfristig Buch geführt, um eine gerechte Verteilung zu gewährleisten.
- Es wird beachtet, daß die Fahrer ihre Präferenzen ändern können. Es wird hierfür ein Gültigkeitszeitraum für jedes Profil geführt.
Einhaltung von definierten Regeln bei der Verarbeitung
Mit diesen Vorgaben wird eine Fahrerdisposition nach folgenden Regeln berechnet:
- alle Dienste müssen verplant werden
- die gesetzlichen und tariflichen Anforderungen müssen erfüllt werden
- die betrieblichen Anforderungen müssen erfüllt werden
- den Präferenzen der Mitarbeiter soll weitestgehend entsprochen werden, gemessen an dem Wunscherfüllungsgrad
- der durchschnittliche Wunscherfüllungsgrad soll möglichst hoch sein
- der Unterschied der Wunscherfüllungsgrade der einzelnen Fahrer soll möglichst gering sein.
Produktfunktionen
Das Wunschdienstplanmodul setzt also zunächst auf eine Erfassungsmöglichkeit für die Fahrerwünsche auf. Dies erfolgt über HTML-Masken an Informationsterminals oder über das Internet.
Danach kommt das Optimierungstool zum Einsatz, das beliebig oft eingesetzt werden kann, die Zukunft plant, aber die Vergangenheit bezüglich der Dienstkonten und der erfüllten Wünsche berücksichtigt.
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Fahrerinformation
Bei einem Einsatz der Personaldisposition stehen Module zur erweiterten Kommunikation mit dem Fahrpersonal zur Verfügung.
- Browser-Oberfläche zum Abruf der Dienstpläne über Infoterminals oder über das Internet
- Browser-Oberfläche zur Eingabe von Dienstwünschen über Infoterminals oder über das Internet
Fahrzeugdisposition
Das Modul Fahrzeugdisposition erfüllt folgende Aufgaben:
- Aufbau einer Fahrzeugdatenbank
- Langfristige Disposition der Fahrzeugflotte (Fahrzeugturnus oder feste Zuordnung Fahrer/Fahrzeug)
- Unterstützung der Disponenten bei Betriebsstörungen, Fahrzeugwechsel, Sonderfahrten etc durch Anzeige verfügbarer Fahrzeuge je Tag
- Sammlung und Aufbereitung statistischer Daten (Ist-Kilometer, Tankdaten)
- Tagesscharfe Dokumentation des Fahrzeugeinsatzes (Auskunftspflicht bei Unfällen etc.)
Urlaubsplanung
Das Modul Urlaubsplanung unterstützt den Bearbeiter bei der Erfassung und Verwaltung der langfristigen Urlaubs- und Abwesenheitswünsche des Fahrpersonals. Die Wünsche werden geprüft und der Bearbeiter wird auf Konflikte hingewiesen. Engpässe im zur Verfügung stehenden Personal können so schon früh erkannt und vermieden werden.
Die Ergebnisse der Urlaubplanung werden in die Personaldisposition übernommen und können somit bei der Disposition berücksichtigt werden.
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